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Proben selbst entnehmen

Wenn unser Weg zu Ihnen zu weit ist und wir daher keine Ortsbegehung und Probenahme durchführen können - oder wenn Sie das nicht wünschen  - können Sie für eine Reihe von Untersuchungen die Proben selbst entnehmen und uns zuschicken. Das funktioniert generell für die Beprobung von Hausstaub, oft für Materialien und Trinkwasser, und in manchen Fällen sogar bei belasteter Raumluft. In jedem Fall sparen Sie Zeit und Kosten! Hier einige Beispiele, bei welchem Schadstoff-Verdacht Sie eine Beprobung selbst durchführen können:

Allgemeine Hinweise

Je nach Qualität der Probe gibt es einige Dinge zu beachten. Bitte halten Sie Rücksprache mit unserem Labor, um sich zu vergewissern, dass die angewendete Probenahme-Strategie für Ihren individuellen Fall auch wirklich sinnvoll ist. Achten Sie bitte beim Versand auf unsere Versandmodalitäten. Wir beraten Sie gerne! Und so funktioniert´s:

Anleitungen zur...

 

Probenahme von Raumluft

Zur Untersuchung von Raumluft bieten wir den Versand eines Raumluft-Probenahme-Sets an. Damit können Sie Ihre Luft auf Formaldehyd oder flüchtige organische Verbindungen (VOC) untersuchen.

 

Probenahme von Hausstaub

Die Untersuchung von Hausstaub eignet sich für die Überprüfung einer Innenraum-Belastung insbesondere durch schwerflüchtige Verbindungen wie PCP, Lindan, Permethrin, PCBs, PAK, Phthalate u.a., aber auch Schimmelpilze oder Allergene. Der Staub wird dabei meist von der Bodenfläche aufgenommen.

  • Saugen Sie ihre Wohnung zunächst gründlich, um alten Staub zu entfernen.
  • Bewohnen Sie Ihre Wohnung für 7 Tage wie gewohnt, ohne Staub zu saugen. Bei hohem Schmutzaufkommen ist Kehren möglich.
  • Nach 7 Tagen legen Sie einen neuen Beutel in Ihren Staubsauger ein und saugen nur auf den frei begehbaren Bodenflächen. Dabei sollte kein älterer Staub aufgenommen werden, insbesondere nicht von Schränken, Balken oder unter Möbeln.
  • Die Probenahme kann entweder über den gesamten Wohnbereich oder auch getrennt für einzelne Räume erfolgen, abhängig von der Fragestellung.
  • Den Staubsaugerbeutel mit einem Klebestreifen verschließen und in Aluminiumfolie gewickelt einsenden.
  • Bitte schicken Sie uns einen Staubbeutel aus Papier. Bei Verwendung eines Beutels aus Vliesstoff müssen wir wegen des erhöhten Aufwandes der Staubgewinnung aus dem Beutel einen Aufpreis von 10.- EUR berechnen
  • Achten Sie bitte auf die Versandmodalitäten.

Besonderer Hinweis bei einer Untersuchung auf Hausstaub-Milben
Zur Beprobung verdächtiger Einrichtungsgegenstände wie z.B. Matratzen, Bettdecken, Polstermöbel oder Kissen legen Sie bitte einen neuen Beutel in Ihren Staubsauger und saugen Sie das Objekt für etwa 5 Min. gründlich ab.

 

Probenahme von Holz

Bei Holzproben steht meist eine Untersuchung auf Holzschutzmittel im Vordergrund.

Bei Verdacht auf Anwendung von Holzschutzmitteln ist es wichtig, eine Mischprobe einer behandelten Fläche herzustellen, da die interessierenden Stoffen sehr ungleichmäßig auf der Fläche verteilt sein können. Dazu werden kleinere Holzspäne an mehreren Stellen (mindestens 10) bis zu einer Tiefe von max. 1-2 mm (insg. mindestens 5 g) von der Holzoberfläche mit einem Elektrohobel oder einem scharfen Messer entnommen und in Alufolie verpackt. Bei geringeren Mengen kann die Messung ungenauer werden, bei weniger Stellen ist die Mischprobe möglicherweise weniger repräsentativ für die gesamte Fläche. Bitte beachten Sie unsere Versandmodalitäten.

 

Probenahme von Material

Generelle Hinweise
Interessierendes Material in Aluminiumfolie einschlagen und dicht verschlossen versenden. Sinnvoll ist eine Rücksprache mit unserem Labor. Bitte beachten Sie unsere Versandmodalitäten.

Bei Verdacht auf Asbest
Bei Asbestzement-Platten oder Bodenbelägen wird ein etwa 5 x 10 cm großes Stück benötigt. Achten Sie beim Entfernen auf eine möglichst geringe Staubentwicklung, diese kann durch Anfeuchten der zu bearbeitenden Fläche reduziert werden. Das Material bitte in Aluminiumfolie einschlagen und dicht verschlossen versenden. Bei geringeren Mengen oder anders beschaffenen Materialien halten Sie bitte Rücksprache mit unserem Labor. Versandmodalitäten.

Bei Verdacht auf Schimmelpilz-Befall
Verdächtige Stellen können mikroskopisch oder per Abklatsch-Verfahren untersucht werden. Bitte entnehmen Sie ein etwa 5 x 5 cm großes Stück (z.B. Tapete), schlagen Sie es in Aluminiumfolie ein und senden Sie es uns zu. Es sind auch kleinere oder größere Stücke möglich, je nach Materialart und Befall - bitte halten Sie Rücksprache mit unserem Labor. Versandmodalitäten.

Bei Verdacht auf teerölhaltigen Parklettkleber (PAK, BaP)
Suchen Sie eine unauffällige Stelle Ihres Parkettbodens. Lösen Sie dort einen Parkettstab, oder sägen Sie mit einer auf eine Bohrmaschine aufgesetzten Lochsäge ein Loch in das Parkett (die ausgesägte Holzscheibe lässt sich später wieder einsetzen) und beurteilen Sie die Kleberschicht zwischen Parkettstab und Estrich. Wenn der Kleber schwarz ist, besteht ein begründeter Verdacht, dass er Teeröle (PAK) enthält. Sie können uns einen Parkettstab schicken, an dem noch Kleberreste anhaften, oder Sie kratzen von dem Stab oder dem Estrich etwas Klebermaterial ab, es genügt die Menge eines Teelöffels. Den Kleber bitte in Aluminiumfolie einschlagen und dicht verschlossen versenden. Versandmodalitäten.

 

Probenahme von Trinkwasser

Allgemeines
Ihre Wasserprobe können Sie uns in einem dichtschließenden, bruchsicheren Gefäß (oder bruchsicher verpackt) per Post zukommen lassen. Bitte beachten Sie dabei unsere Versandmodalitäten und erwähnen Sie in dem Begleitschreiben, wie Sie die Probe entnommen haben (Standwasser- oder Tagesmischprobe, siehe weiter unten "Bei Verdacht auf Schwermetalle").

Bei Verdacht auf Schwermetalle
Die Art der Probenahme richtet sich hier nach der Fragestellung, die beantwortet werden soll.

A) Sind in meinem Haus Blei- / Kupfer- / Eisenrohre verlegt? oder Wie intakt ist die kalkhaltige Schutzschicht, die sich normalerweise im Inneren der Leitungen bildet?

Zur Beantwortung dieser Frage ist eine Standwasserprobe zu entnehmen: Die Probenahme soll nach etwa 12-stündiger Standzeit des Wassers in der Leitung (z.B. über Nacht) erfolgen, am besten am frühen Morgen. Als Probenahmebehälter sind Kunststoff-Flaschen (ca. 0,5 L) geeignet. Die Flasche wird mit dem ersten Wasser gefüllt, entleert, wieder gefüllt und dicht verschlossen. Der Messwert gibt in der Regel eine maximale Konzentration an, die durch eine Anreicherung im Standwasser auftreten kann.

B) Wie hoch ist meine tägliche Aufnahme von Schwermetallen durch das Trinkwasser?

Zur Beantwortung dieser Frage ist eine Tagesmischprobe zu entnehmen: Nach jeder Entnahme von Wasser zu Genusszwecken (Trinken, Kochen) wird eine Tasse Wasser abgezweigt und in ein sauberes Gefäß gefüllt. Am Abend wird eine kleinere Menge aus diesem Gefäß in eine Kunststoff-Flasche (ca. 0,5 L) überführt. Der Messwert aus dieser Probe gibt den Tagesmittelwert einer Metallkonzentration an.

Bei Verdacht auf mikrobielle Verunreinigungen
Am besten sprechen Sie das Vorgehen für solche Proben mit uns ab. Hier ein kurzer Überblick: Desinfizieren Sie den Hahn, aus dem das Wasser entnommen werden soll - am besten mit einem Bunsenbrenner. Lassen Sie dann kurz das Wasser laufen und füllen Sie es in eine sterilisierte Flasche (ca. 0,5 L). Glasflaschen können durch längeres Auskochen sterilisiert werden. Besser ist es jedoch, wenn Sie eine von uns sterilisierte Flasche verwenden - nehmen Sie dazu bitte mit uns Kontakt auf.

 

Vorgehen zur Gewinnung einer Wischprobe

Die Probenahme erfolgt mit einem Blindwert-geprüften Zellstofftuch, das Sie auf Anfrage bei uns erhalten. Die zu beprobende Fläche soll keine der zu untersuchenden Verbindungen beinhalten, da dadurch eine Verfälschung des Ergebnisses auftreten kann. Am besten geeignet sind chemisch inaktive Oberflächen wie z.B. Glas, glasierte Keramik oder Fliesen. Es soll eine etwa ein Quadratmeter große Fläche mit dem Tuch in regelmäßigen Zügen mit gleichmäßigem Druck abgewischt werden. Schlagen Sie dazu während des Wischens das Tuch mehrmals um, damit das Tuch nicht an einer Stelle zugesetzt wird. Falten Sie das Tuch nach der Beprobung versandfertig auf halbe Postkartengröße und schlagen Sie es in Aluminiumfolie ein. Bitte beachten Sie unsere Versandmodalitäten.

 

Versandmodalitäten

Die entnommenen Proben können uns je nach Art in einem geeigneten Briefumschlag oder Paket zugeschickt werden. Bitte legen Sie auf jeden Fall ein Begleitschreiben bei, dem folgende Informationen entnommen werden können:

  • Auftraggeber, Adresse, Telefonnummer
  • Untersuchungsauftrag (Bitte beschreiben Sie genau die Parameter, die untersucht werden sollen! Im Zweifel bitten wir um Rücksprache)
  • Art und Bezeichnung der Probe
  • Datum der Probenahme
  • Bei Hausstaubproben: Alter des Staubes
  • Bei Trinkwasserproben: Standwasser-, Tagesmisch- oder Spontanprobe
  • Gegebenenfalls: Beschreibung der Begleitumstände bzw. warum sie diese Analyse wünschen.

Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne!


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