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FAQs der Fertighausuntersuchung - häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zur Untersuchungsplanung von älteren Fertighäusern durch unsere Sachverständigen

 

  1. Die Außenwand des Gebäudes enthält Asbest – besteht dadurch eine gesundheitliche Gefahr?                    
    Häufig geht bereits aus dem Bauunterlagen hervor, dass Asbest im Aufbau der Außenwände verbaut ist. Die Asbestfasern liegen hier im Material fest gebunden vor. Eine Freisetzung erfolgt allein durch mechanische Bearbeitung des asbesthaltigen Materials wie z.B. durch Bohren und Schneiden etc.. Solange dies nicht geschieht, besteht keine Gefahr, dass Asbestfasern in den Innenraum gelangen können. Wir bieten die Untersuchung der Raumluft auf Asbest deshalb aus Kostengründen im Fertighausprogramm nicht an. Auf Wunsch erstellen wir Ihnen hierzu jedoch auch gerne ein Angebot.

  2. Ist die Untersuchung einer Hausstaub-Probe auf Schadstoffe nicht ausreichend?
    Der Hausstaub dient als Sammelmedium für die orientierende Untersuchung schwererflüchtiger Verbindungen wie z.B. Holzschutzmittel, Weichmacher (z.B. Phthalate, PCB), PAK oder Flammschutzmitteln. Leichtflüchtige Verbindungen wie vor allem Formaldehyd oder Essigsäure aber auch die für ältere Fertighäuser typischen Geruchsstoffe wie Chloranisole oder Chlornaphthaline sind im Hausstaub zwar theoretisch meßbar, der Meßwert ist aber leider ohne jegliche Aussagekraft. Insbesondere für die Bewertung einer Belastung der Raumluft mit Chloranisolen oder Chlornaphthalinen ist die Messung viel zu wenig sensibel – die Substanzen liegen im Hausstaub - auch bei erhöhter Belastung der Raumluft - meistens in einem Bereich unterhalb der Nachweisgrenze vor. Deshalb ist für diese Verbindungen unbedingt eine Raumluftmessung erforderlich.

  3. Wenn keine erhöhte Belastung der Raumluft mit Holzschutzmitteln vorliegt, kann auch keine erhöhte Belastung mit Chloranisolen vorkommen, da diese ja aus den Holzschutzmittelwirkstoffen entstehen - stimmt diese Aussage?
    Leider nein. Unsere Meßwerte belegen, dass auch bei bekannter Anwendung der Holzschutzmittelwirkstoffe PCP und Lindan häufig keine sonderlich hohe Belastung der Raumluft vorliegen muss, trotzdem aber eine massive Geruchsbelästigung z.B. durch Chloranisole gegeben ist. Für die Belastung durch Chlornaphthaline kommen darüber hinaus keine Holzschutzmittel als Vorläufersubstanzen in Frage, da diese direkt aus dem Pressspan abgegeben werden.

  4. Wenn das Haus bei der Besichtigung nicht auffällig muffig riecht, dann müssen doch gar keine Geruchsstoffe gemessen werden – diese Kosten kann ich mir dann sparen……
    Die Geruchswahrnehmung des Menschen ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Für Bewohner belasteter Objekte ist der Geruch der Chloranisole und Chlornaphthaline häufig nicht mehr wahrnehmbar, da die Sinneszellen die Wahrnehmung einstellen. Wird vor einer Besichtigung großzügig gelüftet, ist der Geruch ggf. für den Laien ebenfalls nicht mehr wahrzunehmen. Häufig werden Muffgerüche mit Duftstoffen überdeckt, so dass eine mögliche Belastung selbst den Sachverständigen verborgen bleiben kann. Hier bleibt allein nur die meßtechnische Überprüfung der Raumluft.

  5. Reicht nicht die Untersuchung einer Raumluftprobe auf Formaldehyd? Warum werden zwei angeboten?
    Mit der Untersuchung von zwei Raumluftproben wird eine größere Bewertungssicherheit für die Schadstoffbelastung des gesamten Gebäudes erreicht. Sind zwei der untersuchten Proben sehr hoch belastet, kann davon ausgegangen werden, dass auch die übrigen – nicht untersuchten Räume – mit hoher Wahrscheinlichkeit belastet sein werden, unabhängig davon, ob älteres Mobiliar zu einem erhöhten Eintrag an Formaldehyd führt, oder ein Einfluss durch den Wandaufbau der Innen- oder Außenwände gegeben ist. Ein einzelner Meßwert kann immer auch einen Zufallsbefund darstellen und lässt keinen Rückschluss auf die übrigen Räume zu.

  6. Warum reicht es nicht, einfach ein paar Holzspäne auf Schadstoffe zu untersuchen, die Chloransiole kommen doch aus der Holzständerkonstruktion und damit aus dem Holz……
    Mit der Untersuchung einer Materialprobe kann kein Rückschluss auf eine mögliche Raumluftbelastung vollzogen werden, da der Eintrag von Schadstoffen in den Luftpfad vor allem von der Größe der belasteten Oberfläche, den Klimabedingungen sowie der Wanddurchlässigkeit und vielen andern Faktoren abhängt.

  7. Wie erkenne ich, ob ich einem vorgelegten Schadstoff- Gutachten vertrauen kann?
    Der Laie erkennt dies leider garnicht. Die Tücke liegt wie immer bekanntlich im Detail. Wir empfehlen hierzu die Überprüfung durch unabhängige Sachverständige und bieten Ihnen deshalb die Prüfung von Fremdgutachten mit Plausibilitätsprüfung zu einer geringen Pauschale an.

 

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